Atelier Shallie, Noires großes Abenteuer und eine Liebe für Type 0

Seit dem letzten Beitrag ist die Zeit allzu schnell verflogen. Meine Zeit war mit einigen Testberichten gefüllt, die alle einem Embargo unterlagen. Lightning Returns: Final Fantasy XIII musste ich aufgrund von Hyperdevotion Noire: Goddess Black Heart pausieren. Obwohl ich gerne strategische Rollenspiele zocke, liegt mir deren Natur nicht ganz. Es gibt immer Schlachten, an denen ich verzweifel, weil ich sehr dumme Fehler begehe. Dann habe ich das Gefühl, dass sich das ganze Spiel gegen mich stellt. Im Endeffekt ist der Ableger der Hyperdimension-Neptunia-Reihe ein sehr guter Titel. Meine ausführliche Meinung findet ihr in meinem Test:

Review zu Hyperdevotion Noire: Goddess Black Heart

Quasi direkt danach erhielt ich eine Version zu Atelier Shallie: Alchemists of the Dusk Sea, die ebenfalls einem Embargo unterlag. Meine Erfahrung mit den Atelier-Spielen ist noch ziemlich gering. Zwar besitze ich die komplette Arland-und-Dusk-Serie, aber gespielt habe ich nur Atelier Rorona: The Alchemist of Arland, Atelier Ayesha: The Alchemist of Dusk und Atelier Escha & Logy: Alchemists of the Dusk Sky, wobei ich nur Ayeshas Abenteuer beendet habe.

Eine große Neuerung, die Atelier Shallie mit in die Reihe brachte, war das fehlende Zeitmanagement. Zugegeben, zuerst hat mich der Zeitdruck abgeschreckt, die Reihe zu kaufen. Läuft eine Uhr sichtbar auf dem Bildschirm, bricht bei mir schon der Angstschweiß aus und ich werde nervös. Dennoch finde ich diesen “Druck” ganz human in den Spielen. Viele haben vielleicht aufgeatmet, als die Nachricht verbreitet wurde, doch beim Testen bemerkte ich, dass der gewählte Ersatz nicht nur kompliziert ist, sondern auch nicht mehr Freiheiten gewährt.

Aufträge bestimmten das Geschehen und werden diese brav erledigt, dann steigt die Motivation der Heldin. Erfüllt man ihre Wünsche nicht, dann sinkt die Laune, wodurch sich die Figur langsamer bewegt und nur eine geringe Anzahl an Materialien erntet. Leider ist mir nach gut sieben Stunden ein großer Fehler passiert. Für den Test wollte ich mir beide Heldinnen ansehen, nur beim Wechsel überschrieb ich den bereits bestehenden Speicherstand. Zum Glück ist die Spielzeit sehr übersichtlich, von daher konnte ich noch ein wenig aus dem Spiel holen.

Review zu Atelier Shallie: Alchemists of the Dusk Sea

Anschließend hatte ich das große Glück, eine US-Version von Etrian Mystery Dungeon sehr frühzeitig zu erhalten. Seit Sorcery Saga: Curse of the Great Curry God habe ich ein großes Gefallen an Rogue-like entdeckt und hatte somit viel Spaß mit der Mischung aus diesem Genre und Dungeon Crawler. Für Liebhaber von guten Geschichten ist das Spiel  vielleicht keine Empfehlung wert, denn im Prinzip erkundet man nur die Verliese und tötet den Boss, der sich in der untersten Etage befindet. Dennoch hat der Titel ein bestimmtes Suchtpotential, da man sehr viele Einheiten gestalten kann, die auch ihre Erfahrungspunkte verdienen, wenn sie sich nicht aktiv in der Gruppe befinden. Dazu kommt die Bedrohung der sehr starken Gegner, die D.O.E heißen und mit Pech auch die Stadt, in der man sich ausruhen und Einkäufe tätigen kann, angreifen und durch ihre Verwüstung bestimmte Einrichtungen für eine bestimmte Zeit schließen.

Meine große Liebe geht jedoch an Final Fantasy Type-0 HD. Das Original habe ich leider nie gespielt und war sehr erfreut, dass es die lokalisierte Fassung doch in den Westen geschafft hat. Nach ungefähr 55 Stunden habe ich das Action-Rollenspiel zum ersten Mal beendet. Ganz genau, ich habe wieder einmal ein Spiel durchgespielt. Dieser Teil hat mich von der ersten Sekunde bis zum letzten Moment nur begeistert. Wenn ich nun auf die ganzen Missionen und auf die Spielmechanik schaue, hätte ich mir das Spiel nie gekauft, wenn ich vorher gewusst hätte, was auch mich zukommt.

Ein Kampfsystem, welches auf Action basiert, Missionen mit Zeitdrück und die Eroberung eines Gebietes in der Art von Command and Conquer. Das ist alles nichts für mich. Doch aus irgendeinem Grund hat mich das Spiel total mitgerissen. Das Intro hat mich sehr verwundert, so blutig habe ich noch nie zuvor ein Final Fantasy erlebt. Aber die Szenen passten zum Schauplatz und zur Handlung, die einem geboten wird. Wichtige Fakten der Geschichte sind sehr gut versteckt, entweder erfährt man durch Gespräche mit den NPCs interessante Details oder man liest die Einträge im Kristarium. Man bekommt nicht jeden Brocken automatisch vor die Füße geworfen, sondern man muss selbst aktiv werden. Das hat mir sehr gut gefallen, ebenso wie die frei begehbare Weltkarte. Einige Missionen waren echt knackig und ich habe vor allem im letzten Kapitel sehr viel geflucht. Aber als das Ende gezeigt wurde, waren die Anstrengungen vergessen.

Nun will ich noch einen zweiten Durchgang machen, denn ich habe viele der Feldeinsätze verpasst und habe auch noch nicht alle optionalen Bereiche erkundet. Dafür waren die Stufen der Figuren noch zu schwach. Nur leider bin ich gerade mit zwei Testmuster ausgebucht, denen ich den Vortritt gebe.

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